Auf den Kopf gestellt

In der folgenden Partie gibt es eine interessante Durchführungssvariante, die eigentlich gar nicht so schwierig ist, aber trotzdem oft nicht gefunden wird, weil sie leicht zu übersehen ist.

Bildschirmfoto 2013-12-12 um 08.33.09

 

Nachdem Ost bis 5 Herz mitlizitiert hat, findet sich Süd in 5 Pik wieder. West spielt verständlicherweise Herz aus, und damit  ist die erste Hürde genommen: Der Alleinspieler muss nicht gleich die ersten 3 Karo-Stiche verlieren, kann About ziehen, auf die hohe Treff 2 Karos der Nordhand abwerfen und schlussendlich wenigstens 1 Karo-Verlierer am Tisch schnappen.

11 Stiche sind natürlich eine feine Sache – aber könne Sie nach Herz-Angriff einen Weg sehen, wie der Alleinspieler stolze 12 Stiche in seinem Kontrakt lukrieren kann?

Süd schnappt den Angriff, geht mit About zum Tisch schnappt eine weitere Herz, geht noch einmal mit Atout zum Tisch und schnappt die letzte Herz mit dem letzten Atout der Hand. Nun folgt Treff zum Tisch, das letzte Atout wird abgezogen und weitere 4 Treff-Stiche bringen die reiche Ausbeute des Alleinspielers auf 12 Stiche.

Die Spielweise, die hier zur Anwendung kam, heißt “dummy reversal”. Der Grund, warum sie oft übersehen wird, ist vermutlich folgender: Man muss hier etwas machen, was man normalerweise vermeidet: nämlich auf der langen Atoutseite schnappen. Nur wird die lange Atoutseite durch das oftmalige Schnappen dann eben doch zur kurzen Atoutseite. Und damit ist die Bridgewelt wieder in Ordnung…

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